Als weitere wichtige Säule in der Energiewirtschaft stellen wir dir nun die Kohlewirtschaft in Deutschland vor. Als angehender Techniker erlernst du zudem, dass Braunkohle und Steinkohle sehr ähnlich sind, sich aber dennoch unterscheiden.
Für ein optimales Verständnis helfen dir zahlreiche, ausführliche Videoclips und viele anschauliche Rechenbeispiele zu dem Thema. Mehr zu diesem Thema und der Energietechnik findest du im Kurs: ENT1-Energieversorgung
Kohlewirtschaft – Kohle – Allgemein
Die Kohle spielt als fossiler Energieträger auch im aktuellen Energiemix und Strommix Deutschlands eine bedeutende Rolle.
Der Anteil von Kohle am Primärenergieverbrauch lag im Jahr 2017 bei insgesamt 22 Prozent. Das entspricht jeweiligen Anteilen von Steinkohle mit 10,9 % und Braunkohle mit 11.1 Prozent.
Trotz aufwendiger Energiewende ist Kohle noch der wichtigste Energieträger in der Stromproduktion. Für die Jahre 2020 sowie 2021 zeichnet sich aber eine Trendwende ab und es scheint der Fall einzutreten, dass die Windenergie als Stromproduzent den Spitzenplatz einnimmt.
Die Bruttostromerzeugung erfolgte 2019 zu rund 35 Prozent aus Kohle. Auf Braunkohle entfallen 20,5 Prozent und auf Steinkohle 14,1 Prozent.
Braunkohle – Tagebau
Derzeit ist dies Kohlenform der wichtigste fossile Energieträger in Deutschland. Er ist in ausreichender Menge vorhanden und lässt sich ohne staatliche Subventionen fördern.
Die heute bekannten Reserven und Ressourcen an Kohle haben sehr lange Reichweiten.
Die Vorräte in genehmigten und erschlossenen Tagebauen betragen rund fünf Milliarden Tonnen.
Braunkohle – Reviere – Fördermengen
Die Braunkohle wird noch in drei Revieren,
- Rheinisches Revier,
sowie
- Lausitzer Revier,
sowie
- Mitteldeutsches Revier,
ausschließlich in Tagebauen, also oberflächennah gefördert.
Die Förderung im Helmstedter Revier endete im August 2016.
Die Jahresförderung betrug 2018 rund 171,3 Millionen Tonnen und war in den letzten Jahren nahezu konstant.
In keinem anderen Land wird so viel Braunkohle gefördert wie in Deutschland. Somit ist Deutschland weltweit das größte Braunkohlenförderland, gefolgt von China, Russland und den USA.
Braunkohle – Verwendung – Produkte
Die gewonnene Kohle wird zu rund 90 Prozent zur Strom- und Fernwärmeerzeugung in öffentlichen und industriellen Kraftwerken eingesetzt. Es trägt damit in 2019 zu 35,0 Prozent zur Stromerzeugung in Deutschland bei.
Wegen ihrer besonderen Eigenschaften wird Kohle in der Nähe der Lagerstätte genutzt. Es gibt beinahe immer einen Verbund von Tagebau und Kraftwerk mit einem Höchstmaß an Versorgungssicherheit und wirtschaftlicher Effizienz.
Es gibt keinen internationalen Markt für den Handel mit brauner Kohle.
Knapp zehn Prozent der geförderten Kohle werden zu festen sowie staubförmigen Brennstoffen wie
- Braunkohlenbriketts,
sowie
- Braunkohlenstaub,
sowie
- Wirbelschichtbraunkohle,
sowie
- Braunkohlenkoks
veredelt.
Die Produkte werden gewerblich genutzt sowie in privaten Haushalten eingesetzt.
Steinkohle – Unter Tage
Der Abbau von Steinkohle schaut besonders im Ruhrgebiet auf eine sehr lange Tradition zurück.
Damals pendelten jeden Morgen hunderte von fleißigen Kumpeln zum Steinkohlebergwerk Zeche Nordstern in Gelsenkirchen. Heute ” kommt der Steiger…” leider nicht mehr.
Hauptverbraucher von Steinkohle sind in Deutschland die Kraftwerke und die Stahlindustrie.
Im Jahre 2017 entfielen auf die Kraftwerke in etwa 78 Prozent des Gesamtverbrauchs an Steinkohle. Auf die Stahlindustrie entfielen ca. 20 Prozent. Der Anteil des sonstigen produzierende Gewerbe, der Haushalte und Kleinverbraucher lag bei etwa 2 Prozent.
Der deutsche Steinkohlenbergbau befand sich bereits vor Jahrzehnten in der Umstrukturierung. Die Förderung sowie die Anzahl der Bergwerke und Beschäftigten verringern sich ständig.
Zum 31.12.2018 wurde die einheimische Steinkohlenförderung der letzten beiden Bergwerke Prosper-Haniel und Ibbenbüren eingestellt.
Angesichts dieser Entwicklung sichern Einfuhren mittlerweile zu über 90 Prozent die Versorgung des deutschen Marktes mit Steinkohle und Steinkohleprodukten (50,3 Millionen Tonnen in 2017 nach Angaben des Vereins der Kohlenimporteure).
Nachdem du jetzt auch die Kohle kennengelernt hast, schließen wir mit diesem Kurstext das erste Modul des Kurses Energietechnik ab. Weiter geht es im zweiten Modul mit dem Thema Schadstoffe der Energiewirtschaft.
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