(WT2-12) – Bezeichnung von Nichteisenmetallen

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In diesem Kurstext erklären wir dir alles Wissenswerte rund um das Thema NE-Metalle (Nichteisenmetalle) für deine Weiterbildung zum Techniker. Dabei unterscheiden wir zwischen Reinmetallen und Legierungen

 

„Nichteisenmetalle kennzeichnen sich dadurch, dass diese Metalle, egal ob Reinform oder Legierung, nur in einem sehr geringen Anteil Eisen enthalten.“

 

NE-Metalle - Nichteisenmetalle - Kupfer
NE-Metalle – Nichteisenmetalle – Kupfer

 


NE-Metalle – Grundlegendes


Zur Gruppe des Nichteisenmetalls zählen alle reinen Metalle außer Eisen. Auch Legierungen aus unterschiedlichen Metallen zählen zur Gruppe der Nichteisenmetalle, voraus gesetzt ihr Anteil an Eisen ist minimal.

 


Leicht- und Schwermetalle


Ferner lassen sich Nichteisenmetalle auch unterscheiden in Leichtmetalle und Schwermetalle.

Ob es bei einem Nichteisenmetall um ein Leicht- oder Schwermetall handelt, hängt in erster Linie von dessen Dichte ab. Als Grenzwert zur Unterscheidung hat sich folgendes etabliert:

Leichtmetall – Dichte

 

 \boxed{ < 4,4 \frac{g}{cm^3} }

 

Schwermetall – Dichte

 

 \boxed{ \ge 4,5 \frac{g}{cm^3} }

 

 


NE-Metalle – Reine Metalle – Kennzeichnung


Reine Nichteisenmetalle erkennst du als Bezeichnung immer daran, dass zuerst ein chemisches Symbol für das Metall steht und danach folgt eine Angabe des Reinheitsgehaltes und unter Umständen noch eine zusätzlich Angabe:

  • H = Hüttenmetall

sowie

  • R = Reinstmetall

 

Bei manchen Metallen werden die Buchstaben (H und R) hinter dem Kürzel der chemischen Elemente (Metalle) auftauchen, so wie es bei Aluminium (Al) der Fall ist.

Bei anderen Metallen werden die Buchstaben (H und R) vor das Kürzel der chemischen Elemente gestellt. Dies hat sich beispielsweise bei Mangan (Mg) und Nickel (Ni) etabliert.

Eine besonders umfangreiche Regelung findet sich bei Titan (Ti) sowie Kupfer (Cu). Hier unterteilt man die Reinheitsgehalte auf einer Skala in Bereiche:

Titan:

Ti1 = Höchste Reinheit

Ti2

Ti3

Ti4

Ti5

Ti6 = Niedrigste Reinheit

 

Kupfer:

A-Cu = Niedrigste Reinheit

B-Cu

C-Cu

D-Cu

E-Cu

F-Cu = Höchste Reinheit

 

Die Zahlenangabe des Reinheitsgehalt erfolgt in Prozent nach dem nachfolgenden Schema:

 

Nichteisenmetalle - Reinmetalle - Kennzeichnung
Nichteisenmetalle – Reinmetalle – Kennzeichnung

 


Kupfer – Weitere Kennzeichnungen


Kuper hat übrigens noch weitere Kennzeichnungen, bei denen es nicht um den Reinheitsgehalt geht:

  • KE-Cu = Kathodenkupfer,

sowie

  • SF-Cu = Kupfer mit hohem Restphosphorgehalt,

sowie

  • S-CU = Kupfer, das mit Phosphor desoxidiert wurde,

sowie

  • O-Cu = Kupfer, welches frei von Sauerstoff ist,

und

  • SW-Cu = Kupfer mit niedrigem Restphosphorgehalt,

 

 


Beispiele – Reinmetalle


 

undefiniert
Beispiel: Reinmetalle

 

F-Cu 99.20

Hierbei handelt es sich um reines Kupfer mit einem Reinheitsgehalt von 99,20 %

 

SW-CU-99.60

Hierbei handelt es sich um reines Kupfer mit einem Reinheitsgehalt von 99,60 % und einem niedrigen Phosphorgehalt.

 

 

 


NE-Metalle – Kennzeichnung – Legierung


Bei einer Legierung von Nichteisenmetallen wird an erster Stelle immer das Metall genannt, welches als Grundwerkstoff mit dem größten Gehalt eingeht. Somit ist es auch Namensgeber der Legierung. Dieser Werkstoff wird benannt, erhält aber keine zusätzliche Angabe zum Gehalt.

 

Davor steht immer die Art der Herstellung oder der Verwendungszweck. Davon ausgenommen sind Knetlegierungen.

Hinter der Angabe des Grundwerkstoffs findest du die Angaben der Legierungselemente immer direkt mit deren Gehalt.

 

undefiniert
Achtung, Achtung...!

Im Vergleich zu legierten Stählen ist die Auflistung der Legierungselemente und deren zugehörigen Gehalte anders. Bei legierten Stählen werden erst alle Legierungselemente aufgeführt und anschließend die zugehörigen Gehalte.

 

Am Ende der Bezeichnung stehen noch Kurzzeichen für den Behandlungszustand oder auch besondere Eigenschaften inkl. einer Kennzahl.

 

NE-Metalle - Legierung - Kennzeichnung
NE-Metalle – Legierung – Kennzeichnung

 


NE-Metalle – Angabe der Herstellung sowie Verwendung – Übersicht


Nachfolgend haben wir die die möglichen Angaben zur Herstellung sowie Verwendung inklusive der Kürzel aufgeführt. Diese werden in der Kennzeichnung an erster Stelle angegeben.

  • E = Leitfähigkeit (elektrisch, thermisch)

sowie

  • G = Guss

sowie

  • GB = Blockmaterial

sowie

  • GBD = Blockmaterial für Druckguss

sowie

  • GC = Strangguss

sowie

  • GD = Druckguss

sowie

  • GK = Kokillenguss

sowie

  • GI = Gleitmetall

Sowie

  • GZ = Schleuderguss

sowie

  • L = Lot

sowie

  • LG = Lagermetall

sowie

  • V = Vorlegierung

und

  • VR = Vorlegierung mit hoher Reinheit

 

 


NE-Metalle – Angabe der Herstellung sowie Verwendung – Übersicht


Nachfolgend haben wir die die möglichen Angaben zu besonderen Eigenschaften sowie Behandlungszustand inklusive der Kürzel aufgeführt. Diese werden in der Kennzeichnung an letzter Stelle angegeben.

  • a = ausgehärtet

sowie

  • F = Mindestzugfähigkeit

sowie

  • G = geglüht

sowie

  • ka = kalt ausgehärtet

sowie

  • kf = korngefeint

sowie

  • L = elektrische Leitfähigkeit

sowie

  • Na = natriumvorbehandelt

sowie

  • P = phosphorbehandelt

sowie

  • Sr = strontiumveredelt

sowie

  • ta = teilausgehärtet

sowie

  • w = weich

sowie

  • wh = gewalzt

und

  • zh = gezogen

 

 


Beispiele – Legierung


 

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Beispiel: Legierung

 

GB-Cu Mn 15 Pb 7

Hierbei handelt es sich um eine Kupferlegierung als gegossenes Blockmaterial mit einem Mangananteil von 15 % und einem Bleianteil von 7 %.

 

GZ Zn Cr 6 L 90

Hierbei handelt es sich um eine Zinklegierung, die mittels Schleuderguss geformt wurde und einen Chromanteil von 6 % beinhaltet und eine elektrische Leitfähigkeit von 90 \frac{m}{ \Omega mm^2} besitzt.

 

 

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  “Jetzt kennst du die Bezeichnung von NE-Metalle. Im kommenden Kurstext stellen wir dir ausführlich die Beschreibung von Werkstoffen mit Hilfe von Werkstoffnummer vor.”

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