(WT1-26) Nichteisenmetalle – Übersicht

Inhaltsverzeichnis

In diesem Kursabschnitt starten wir mit der Betrachtung von weiteren Metallen, also Nichteisenmetalle, die auch innerhalb deiner Weiterbildung oder im Betrieb begegnen werden.

 

“Zu den Nichteisenmetallen, oder auch NE-Metalle genannt, zählen alle Metalle die kein Eisen enthalten, bzw. alle Legierungen in denen Eisen in nur sehr geringen Anteilen vorkommt.”

 

 

Nichteisenmetalle - NE-Metalle
Nichteisenmetalle – NE-Metalle

 

Hierzu stellen wir dir in den kommenden Kurstexten nacheinander

  • Titan

sowie

  • Kupfer

sowie

  • Aluminium

und

  • Zink

Stellvertretend für eine Große Anzahl von Nichteisenmetallen vor.

 

Bevor wir jedoch mit der Einzelbetrachtung fortfahren, schauen wir uns zuerst die Nichteisenmetalle im Allgemeinen an und unterteilen Sie hinsichtlich bestimmt physikalischer Merkmale.

 


Nichteisenmetalle – Grundlagen


Diese Metalle werden neben vielen anderen Metallen in Prozessen als Begleitmetalle genutzt oder in Reinform als Bau- oder Konstruktionswerkstoffe verwendet.

 

undefiniert
Hmmm, kenn ich aber anders...

In der Literatur finden sich auch alternative Bezeichnungen für diese Metalle. Oft wirst du NE-Metalle oder Buntmetalle als Bezeichnung finden. Der Begriff Buntmetalle hat sich etabliert, da diese Metalle nicht selten eine spezifischen Farbe besitzen, wie Zink, Bronze, Kupfer oder Messing.

 

Typische Nichteisenmetalle sind

  • Titan

sowie

  • Kupfer

sowie

  • Aluminium

sowie

  • Gold

sowie

  • Silber

und

  • Zink

außerdem

  • Bronze

und

  • Messing

 

 


Nichteisenmetalle – Verwendung


NE-Metalle finden in vielen Bereichen der Technik und des Alltags Anwendung.

 

Nichteisenmetalle - NE-Metalle
Nichteisenmetalle – NE-Metalle

 

  • Elektrische Leiter wie Kabel oder Stromschienen (U-Bahn) – Werkstoffe: Kupfer, Silber sowie Gold

sowie

  • Lagerwerkstoff (um Bauteile physikalisch zu lagern) für Motoren wie Pleuellager oder Kurbelwellenlager – Werkstoffe: Titan

sowie

  • Beschichtungswerkstoff (Schutz vor Rost) wie Verzinnen oder Verzinken – Werkstoffe: Zinn sowie Zink

sowie

  • Bauwerkstoff wie Dachrinnen, Fallrohre, Kupferdächer – Werkstoffe: Kupfer, Zink, Blei

sowie

  • Leichtbauwerkstoffe für Flugzeuge wie Tragflächen und Rumpf – Werkstoffe: Aluminium, Magnesium, Titan

sowie

  • Stromspeicherung für Autobatterien oder Akkumulatoren – Werkstoffe: Blei

sowie

  • Behälterwerkstoffe für Lebensmittel und Getränke (Braukessel – siehe Bild oben) – Werkstoffe: Kupfer

sowie

  • Schmuck- und Münzwerkstoffe für Schmuck und Münzen – Werkstoffe: Kupfer, Gold, Silber, Zinn

 

Merk's dir!
Merk's dir!

Die Kategorie Nichteisenmetalle beinhaltet alle Metalle, die kein Eisen enthalten, sowie alle metallischen Legierungen bei den Eisen nicht als Hauptelement auftritt. Das bedeutet, dass der Reineisenanteil unterhalb von 50 % liegen muss.

 

 


Nichteisenmetalle – Edelmetalle und unedle Metalle


Eine weitere Möglichkeit NE-Metalle einzuteilen, ist die Unterscheidung zwischen unedlen Metallen und Edelmetallen.

 

Nichteisenmetalle - Edelmetalle
Nichteisenmetalle – Edelmetalle

 


Unedle Metalle


Unedle Metalle kennzeichnet, dass sie in einer normalen Umgebung sehr schnell mit der Umgebungsluft, genauer gesagt Sauerstoff, reagieren und daher korrosionsanfällig sind.

 


Edelmetalle


Edelmetalle hingegen reagieren im direkten Vergleich mit unedlen Metallen sehr wenig mit der Umgebung und werden daher als besonders korrosionsbeständig klassifiziert.

Zur Gruppe der Edelmetalle zählen:

  • Kupfer,

sowie

  • Silber,

sowie

  • Gold,

sowie

  • Ruthenium,

sowie

  • Rhodium,

sowie

  • Palladium,

sowie

  • Rhenium,

sowie

  • Osmium,

sowie

  • Iridium,

sowie

  • Platin,

sowie

  • Quecksilber

 

 


Nichteisenmetalle – Reinmetalle und Legierungen


Innerhalb der Nichteisenmetalle wird weiterhin zwischen Reinmetallen und NE-Legierungen unterschieden.

Gemeinsame haben diese Metalle, dass Sie zur Gruppe der Nichteisenmetalle gehören. Das bedeutet, dass kein Eisen in ihnen enthalten ist, so wie es bei Stahl der Fall ist.

 

Reinmetalle - Silber
Reinmetalle – Silber

 

Dabei unterscheiden wir Reinmetalle und NE-Legierungen.

 


Reinmetalle – Eigenschaften


Reinmetalle können eindeutig über ihr chemisches Symbol und ihren Reinheitsgrad in Prozent bezeichnet werden. Da viele Edelmetalle auch für Schmuck und Münzen eingesetzt werden, hat sich auch die Kennzeichnung Karat sowie Feingehalt etabliert.

 

Zu Gruppe der Reinmetalle zählen:

  • Edelmetalle: Hier handelt es sich um Metalle wie Gold oder Silber

sowie

  • Schwermetalle: Hier handelt es sich um Metalle wie Platin, Osmium, Iridium oder Rhenium

sowie

  • Leichtmetalle: Zu dieser Gruppe zählen Metalle wie Aluminium,

 

Unterschied Schwermetalle und Leichtmetalle – Dichte

Die Dichte von Schwermetallen liegt bei

 \boxed{ \rho \ge 4,5 - 5 \frac{g}{cm^3} }

Die Dichte von Leichtmetallen liegt bei

 \boxed{ \rho < 4,5 - 5 \frac{g}{cm^3} }

 

Im nächsten Video findest du noch mal eine Zusammenfassung des Kurstextes und zusätzliche Informationen zum Thema. 


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Reinelemente
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NE-Legierungen – Eigenschaften


Eine NE-Legierungen besteht aus mindestens zwei unterschiedlichen Elementen, wobei eines der Elemente als Hauptbestandteil eingeht. Als Hauptelemente sind alle Metalle außer Eisen berücksichtigt.

Um den Titel NE-Legierung zu erhalten muss der Anteil an Eisen geringer als 50 % entsprechen.

 

Merk's dir!
Merk's dir!

Seit dem Jahr 2001 werden die Legierungsgehalte in Masseprozent angegeben, wenn ihr Gehalt mehr als 1 % beträgt.

 

Die NE-Legierungen können unterschieden werden in:

  • Knetlegierungen

sowie

  • Gusslegierungen

sowie

  • Buntmetalllegierungen

und

  • Weißmetalle.

 

 


Nichteisenmetalle – Leichtmetalle und Schwermetalle


Die letzte Unterscheidung für Buntmetalle die wir nun vornehmen ist hinsichtlich ihrer Dichte. Dabei unterscheiden wir zwischen Leicht– und Schwermetallen:

 

Nichteisenmetalle - Leichtmetall
Nichteisenmetalle – Leichtmetall

 


Leichtmetalle – Eigenschaften


Die Dichte von Leichtmetallen liegt unterhalb von dem Grenzwert

 \boxed{\rho < 5 \frac{g}{cm^3} = 5 \frac{kg}{dm^3} }

Es wird auch nicht unterschieden ob es sich jetzt um ein Reinmetall oder eine Legierung handelt.

Die für die Industrie wichtigsten Leichtmetalle sind:

  • Aluminium

sowie

  • Titan

sowie

  • Magnesium

 

Merk's dir!
Merk's dir!

Alle finden ihren Nutzen im Fahrzeugbau, Flugzeugbau oder in der Raumfahrt.

 


Schwermetalle – Eigenschaften


 

Die Dichte von Schwermetallen liegt bei gleich oder oberhalb von

 \boxed{\rho \ge 5 \frac{g}{cm^3} = 5 \frac{kg}{dm^3} }

Auch hier wird nicht zwischen Reinmetallen und Legierungen unterschieden.

Die wichtigsten Schwermetalle sind

  • Kupfer

sowie

  • Zink

und

  • Zinn

 

Merk's dir!
Merk's dir!

Ihre Verwendung ist vielfältig. So wird Kupfer vorrangig in der Elektroindustrie verwendet. Zink dient als Korrosionsschutz und Zinn wird meistens zur Herstellung von Konservendosen verwendet. Andere Schwermetalle gehen als Legierungselement in Stahl ein.

 

 



wie gehts weiter
Wie geht's weiter?

Im kommenden Kurstext stellen wir dir ausführlich das Nichteisenmetall Titan vor.

 

Trainingsbereich

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