[VWL1-1-1] Volkswirtschaftslehre – Basics

Zu unseren Spartarifen
Zu unseren Angeboten
Inhaltsverzeichnis:
In dieser Kurseinheit stellen wir dir die Basics der Volkswirtschaftslehre vor und erklären dir die 10 volkswirtschaftlichen Regeln.

Für ein optimales Verständnis helfen dir drei ausführliche Videoclips und zwei anschauliche Rechenbeispiele zu dem Thema.

 

Volkswirtschaftslehre – Definition

“Die Volkswirtschaftslehre (VWL) ist die Wissenschaft von der Bewirtschaftung knapper gesellschaftlicher Güter.”

 

Volkswirtschaftslehre - 10 volkswirtschaftliche Regeln
Volkswirtschaftslehre – 10 volkswirtschaftliche Regeln

 

In einer Volkswirtschaft wie Deutschland muss eine Gesellschaft sowie die Industrie viele unterschiedliche Entscheidungen treffen.

Die getroffenen Entscheidungen und die sich daraus ergebenden Aktivitäten entscheiden über die Bewirtschaftung von vorhandenen Ressourcen.

 

Merk’s dir!

Die Entscheidungen betreffen die Verteilung der knappen Ressourcen entsprechend ihrer Bedürfnisse. Ziel ist die Bedürfnisbefriedigung, jedoch spielt hier auch das Problem der Knappheit eine relevante Rolle. Knappheit beschreibt die begrenzte Natur von gesellschaftlichen Ressourcen.

 


Volkswirtschaftslehre – 10 volkswirtschaftliche Regeln


Führende Volkswirtschaftler haben in der Vergangenheit 10 volkswirtschaftliche Regeln formuliert, die wir dir im Nachfolgenden vorstellen.

 


Regeln 1 – 4


Die Regeln 1-4 befassen sich mit der Natur der einzelnen Menschen und wie diese Entscheidungen treffen.

 

Darum geht‘s

Die Basis individueller Entscheidungen besteht darin,

  1. dass Menschen zwischen abzuwägenden Alternativen entscheiden müssen,
  2. dass die Kosten jeder Aktivität in dafür gegebenen „Opportunitäten“ gemessen werden,
  3. dass rationale Entscheidungsträger den Grenznutzen mit den Grenzkosten vergleichen,
  4. dass die Menschen ihr Verhalten auf Anreize ausrichten.

 


Volkswirtschaftliche Regel 1


 „Alle Menschen stehen vor abzuwägenden Alternativen.“

 

Diese Regel umfasst

Opportunitätskostenprinzip:

Die Opportunitätskosten sind für die Entscheidungsfindung wichtig. Sie verdeutlichen, welche Möglichkeiten, Chancen sowie Risiken die Entscheidung für Option 1 im Gegensatz zu der Entscheidung für Option B haben kann.

Rationales Denken eines Individuums

Die Rationalität beschreibt das von Vernunft gesteuerte Denken und Handeln. Es findet eine Ausrichtung an Zwecken und Zielen statt.

Effizienz

Die Effizienz ist die Eigenschaft einer Gesellschaft, das Optimum aus den knappen Ressourcen herauszuholen.

Gerechtigkeit

Eine Gerechtigkeit liegt vor, wenn die wirtschaftliche Wohlfahrt gleichmäßig und fair auf alle ihre Mitglieder verteilt wird.

Pareto-Effizienz

Die Pareto Effizienz ist ein Kriterium zur Beurteilung der ökonomischen Effizienz einer Ressourcenverteilung. Ein Pareto-Optimum ist  der bestmögliche Zustand, in dem es unmöglich ist, eine Eigenschaft zu verbessern, ohne zugleich eine andere verschlechtern zu müssen.

 


Volkswirtschaftliche Regel 2


„Die Kosten eines Gutes bestehen aus dem, was man für den Erwerb eines Gutes aufgibt.“

 

Im Rahmen dieser Regel befassen wir uns mit den Opportunitätskosten.

Opportunitätskosten:

Die Opportunitätskosten beziffern was aufgegeben werden muss, um etwas anderes zu erlangen.

 


Volkswirtschaftliche Regel 3


„Rational entscheidende Menschen denken in Grenzbegriffen“

 

Diese Regel besagt, dass ein Mensch als rationaler Entscheidungsträger sich nur dann für eine Aktion entscheidet, sofern der Grenznutzen dieser Aktion die damit verbundenen Grenzkosten übersteigt.

Hier spielen marginale (minimale) Veränderungen eine entscheidende Rolle. Dabei wird der bestehende Aktionsplan durch kleine Schritte optimiert.

 


Volkswirtschaftliche Regel 4


„Menschen reagieren auf Anreize“

 

Anreize können das menschliche Verhalten steuern. Eine Vorhersage für das zukünftige menschliche Verhalten bleibt jedoch schwierig.

Denn Menschen ändern ihr Verhalten nicht als Reaktion auf bestehende Bedingungen, sondern aufgrund ihrer Erwartung zu künftigen Änderungen.

 


Regeln 5 – 7


Die Regeln 5 – 7 befassen sich mit der Frage wie Menschen aufeinander reagieren und untereinander zusammenwirken.

Darum geht‘s

Die Basis des Zusammenwirkens der Menschen besteht darin,

  1. dass Handel von Wechselseitigem Nutzen ist,
  2. dass Märkte sich gut eignen, um die Geschäfte optimal zu koordinieren,
  3. dass der Staat bei Marktversagen oder Marktverzerrung eingreift und somit Marktergebnisse verbessert.

 


Volkswirtschaftliche Regel 5


„Durch Handel kann es jedem Menschen besser gehen.“

 

Der Handel erlaubt es den Menschen innerhalb einer Volkswirtschaft, sich auf seine besten Fähigkeiten zu spezialisieren.

Daraus resultiert dann für jeden eine größere Vielfalt an Waren und Dienstleistungen zu niedrigeren Kosten.

 


Volkswirtschaftliche Regel 6


„Märkte sind im Normalfall gut für die Organisation des Wirtschaftslebens.“

 

Hier spielt die Marktwirtschaft eine entscheidende Rolle. Denn diese kennzeichnet eine Volkswirtschaft, welche ihre Ressourcen durch viele, nicht zentrale Entscheidungen unzähliger Unternehmen und Haushalte zuteilt.

Unternehmen und Haushalte wirken auf den Märkten für Güter und Produktionsfaktoren, wie Arbeit und Kapital, zusammen.

Liegt keine Marktverzerrung vor, so wird die Marktwirtschaft von der „unsichtbaren Hand“ geleitet.

Der Preis, als zweite Größe, spiegelt den gesellschaftlichen Wert eines Gutes, sowie die sozialen Kosten der Produktion wieder. Aus der Preisgestaltung lassen sich viele Informationen gewinnen.

 


Volkswirtschaftliche Regel 7


„Eine Regierung kann gelegentlich durch Einflussnahme die Marktergebnisse verbessern.“

 

Die Maßnahmen sind politische Entscheidungen und treten nur weil sie vom Staat gelenkt werden, nicht automatisch in Kraft (siehe Mietpreisbremse).

Der direkte Markteingriff durch die Regierung kann entweder zur Steigerung der Effizienz oder zur Steigerung der Gerechtigkeit dienen.

Die Steigerung der Effizienz umfasst folgende Punkte:

Marktversagen:

 Ein Marktversagen tritt ein, wenn es der eigenständigen Markt die Fähigkeit verliert die Ressourcen effizient zuzuteilen. Die Ursache liegt in den nachfolgenden beiden Punkten.

Externalität:

Die Externalität beschreibt die Auswirkung der Handlung eines Individuum auf die Wohlfahrt eines anderen Individuums. Ein besonders aktueller Punkt ist hier die Umweltverschmutzung.

Marktmacht:

Eine Marktmacht ist immer dann gegeben, wenn eine einzelne Person (Monopol) oder eine kleine Gruppe (Oligopol) die Fähigkeit besitzt den Markpreis maßgeblich und zumeist im eigenen Sinne zu beeinflussen.

Die Steigerung der Gerechtigkeit beinhaltet einen Ausgleich des sozialen Wohlstandes, durch Maßnahmen wie der einkommensabhängigen Besteuerung oder der Sozialhilfe inkl. Sozialleistungen (Bürgergeld, Wohngeld usw.).

 


Regeln 8 – 10


Die volkswirtschaftlichen Regeln 8 – 10 beschreiben die gesamte Funktionsweise der Volkswirtschaft.

 

Darum geht‘s

Die Basis des Funktionierens der Gesamtwirtschaft besteht darin,

  1. dass die Produktivität der wahre Ursprung des Lebensstandards ist,
  2. dass das Geldmengenwachstum die wahre Ursache für die Inflation ist.
  3. dass eine Gesellschaft kurzfristig zwischen der Höhe der Arbeitslosenquote und Höhe der Inflationsrate wählen kann.

 


Volkswirtschaftliche Regel 8


„Der Lebensstandard eines Landes hängt von der Fähigkeit ab, Waren herzustellen und Dienstleistungen anzubieten.“

 

Der entscheidende Fachbegriff ist hier die Produktivität.

 

Produktivität

Sie beschreibt die Menge, der pro Arbeitsstunde produzierten materiellen oder immateriellen Güter.

 

Führen wirtschaftspolitische Entscheidungen zu einer Erhöhung der Produktivität, so geht dies Hand in Hand mit einer Erhöhung des Lebensstandards des Einzelnen.

 

Merk’s dir!

Erreicht wird eine höhere Produktivität durch höhere Ausbildungsgrade (Fachkräftemangel), eine gute Realkapitalausstattung sowie dem Zugang zu Spezialmärkten.

 

Stellen sich in einer Volkswirtschaft hingegen Haushaltsdefizite ein, so hat dies eine negative Auswirkung auf den Lebensstandard.

 


Volkswirtschaftliche Regel 9


„Ist zu viel Geld im Umlauf, so führt dies zu einer Preissteigerung“

 

Dieses Phänomen bezeichnet man als Inflation und ist jedem Bundesbürger aktuell ein Begriff. Es findet ein Anstieg des Preisniveaus der Volkswirtschaft statt.

 


Volkswirtschaftliche Regel 10


„Eine Gesellschaft hat kurzfristig zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit zu wählen“

 

Diese Regel scheint aktuell nicht mehr zu gelten. In Zeiten in denen sie gilt, kann dieser kurzfristige Zielkonflikt durch die Philipskurve beschrieben werden.

Man spricht in diesem Zusammenhang von einem Tradeoff.

 

 

Tradeoff: Der Tradeoff bezeichnet die Inflation und sollte zu einer Verringerung der Geldmenge führen um der geringeren Kaufkraft der Bürger entgegenzuwirken.

Neben der abnehmenden Kaufkraft führt dies zu sinkenden Einnahmen der Unternehmen, welche ihrerseits dann häufig mit Kosteneinsparungen durch Entlassungen dem entgegenwirken möchten.

 

Und als nächstes?..

Im kommenden Kurstext befassen wir uns mit dem Volkswirtschaftlichen Denken und der Definition eines Volkswirts!

 

Was gibt es noch bei uns?

Optimaler Lernerfolg durch tausende Übungsaufgaben

 

Übungsbereich

Quizfrage 1

 

Quizfrage 2

 

“Wusstest du, dass unter jedem Kursabschnitt eine Vielzahl von verschiedenen interaktiven Übungsaufgaben bereitsteht, mit denen du deinen aktuellen Wissensstand überprüfen kannst?”  

Alle Technikerschulen im Überblick

Zum Verzeichnis der Technikerschulen
Zum Verzeichnis der Technikerschulen

 

Kennst du eigentlich schon unser großes Technikerschulen-Verzeichnis für alle Bundesländer mit allen wichtigen Informationen (Studiengänge, Kosten, Anschrift, Routenplaner, Social-Media) ? Nein? – Dann schau einfach mal hinein:   

Was ist Technikermathe?

Unser Dozent Jan erklärt es dir in nur 2 Minuten!

Oder direkt den > kostenlosen Probekurs < durchstöbern? – Hier findest du Auszüge aus jedem unserer Kurse!

Geballtes Wissen in derzeit 26 Kursen

Hat dir dieses Thema gefallen?Ja? – Dann schaue dir auch gleich die anderen Themen zu den Kursen 

WT3 (Werkstoffprüfung) und
TM1 (Technische Mechanik – Statik) an. 

building 4794329 1280
TM1 (Technische Mechanik)
scientist 6621069 1280
WT3 (Werkstoffprüfung)

 

Perfekte Prüfungsvorbereitung für nur 14,90 EUR/Jahr pro Kurs

++ Günstiger geht’s nicht!! ++

 

 

Oder direkt Mitglied werden und Zugriff auf alle 26 Kurse  (inkl.  Webinare  + Unterlagen) sichern ab 7,40 EUR/Monat  ++ Besser geht’s nicht!! ++  

 

Social Media? - Sind wir dabei!

Kennst du eigentlich schon unseren YouTube-Channel? – Nein? – Dann schau super gerne vorbei:

Technikermathe auf Youtube 

photo 1611162616475 46b635cb6868

  Immer auf dem neuesten Stand sein? – Ja? – Dann besuche uns doch auch auf

Technikermathe auf Instagram 

photo 1611262588024 d12430b98920

Technikermathe auf Facebook

photo 1611162618071 b39a2ec055fb

Dein Technikermathe.de-Team

Zu unseren Kursen
Zu unseren Kursen